Deutschlandwache
Dass ich wegen eines angeblichen Nierenversagens eingeliefert worden bin, habe ich erst bei meiner Entlassung aus einem Schriftstück von Dr. Guimaraes erfahren, das mir vom für die Station Verantwortlichen Joao Camacho überreicht worden ist.
Dazu ist anzumerken: In der "Nota de Alta" vermutet Dr. Thiago Guimarares, dass Nierenversagen der Grund für meine Einlieferung gewesen ist, das vermerkt er auch unter "Entlassungs-Diagnose". Die Stichworte "Prüfungen", "Interventionen", "Therapie", "Komplikationen", "Attest" und "Behandlungsplan" versieht er allesamt mit "nada a constar", "nichts zu berichten".
Zu "nichts zu berichten" sei erwähnt: Mehr als 20 Prozent der Kinder und mehr als 30 Prozent der Erwachsenen erkranken laut Robert-Koch-Institut (Berlin) an mindestens einer Allergie. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Mich hat niemand im Nelio-Mendonca-Hospital gefragt, ob ich dazu gehöre. Auch Vorerkrankungen und familiär verbreitete Krankheiten sind kein Thema, Außerdem hat mir ein Krankenpfleger jeden Abend eine winzig kleine Tablette in den Mund gesteckt. Ehe ich mich versah, schluckte ich sie. Er stellte das sehr raffiniert mit einem Spruch wie "Hier für Sie" an.
Um meinen erzwungenen Aufenthalt zu verlängern, erzählte man mir immer wieder Lügen. Auch über das 29 Madeira Hostel in Funchal, in dem ich wohnte. Dazu mein Bericht: Plötzlich bekomme ich in meinem Zimmer Besuch, der außer sich ist. Auch er stellt sich mir nicht vor. Er behauptet, mit dem "Owner" des 29 Madeira Hostels gesprochen zu haben. Erfahren haben will er: Dort würde ich nie wieder ein Zimmer bekommen, so übel hätte ich mich laut "Owner" dort benommen. Das Hospital werde nun wohl mein Hostel bleiben. Weg ist er wieder.
Dort steht immer noch mein Fahrrad. Auch zwei Koffer von mir werden dort aufbewahrt. Auch nach meiner Entlassung aus der Klinik hat man mir dort bei der Zimmersuche geholfen. Also will ich es genau wissen. Hat es ein solches Gespräch gegeben? Die Antwort aus dem 29 Madeira Hostel: "Das ist nicht wahr."
Mein Freiheitsentzug wurde mit dieser Lüge um drei Tage verlängert.
M. E. liegen die Straftatbestände der Freiheitsberaubung und die Verletzung meiner informellen Persönlichkeitsrechte vor.
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